Die nasale Intubation wird häufig bei Patienten mit eingeschränkter Mundöffnung oder wenn ein Laryngoskop nicht eingeführt werden kann, sowie bei Patienten, die sich einer oralchirurgischen Operation unterziehen, angewendet, weshalb oft eine Blindintubation zum Einsatz kommt. Bei der Blindintubation muss der Patient spontan atmen. Der Atemfluss dient dazu, das Geräusch des Katheters zu überwachen. Durch Kopfbewegungen des Patienten kann die Katheterlage so angepasst werden, dass der Katheter in die Trachea eingeführt werden kann. Nach Einleitung der Anästhesie wird eine 1%ige Lösung in das Nasenloch getropft, um die Kontraktion der Schleimhautgefäße zu induzieren. Da die Trachealkanüle nach links geneigt ist, ist der Zugang zur Glottis durch Intubation über das linke Nasenloch einfacher. In der klinischen Praxis wird das rechte Nasenloch nur dann verwendet, wenn die Intubation über das linke Nasenloch die Operation behindert. Während der Intubation wurde zunächst die Reanimationsübung mit simulierter Nasenflügelstülpung durchgeführt. Anschließend wurde der Gleitmittelkatheter senkrecht zur Längsachse der Nase in das Nasenloch eingeführt und durch den gemeinsamen Nasengang entlang des Nasenbodens wieder herausgeführt. Aus der Katheteröffnung war ein lautes Atemgeräusch zu hören. Im Allgemeinen wurde die Kopfposition mit der linken Hand angepasst, die Intubation mit der rechten Hand durchgeführt und anschließend die Kopfposition verändert. Die Insertion galt als erfolgreich, wenn das Atemgeräusch des Katheters im elektronischen Intubationsmodell am deutlichsten zu hören war. Bei einem Einführenstopp des Katheters und Aussetzen des Atemgeräusches konnte der Katheter in die Recessus piriformis abgerutscht sein. Treten gleichzeitig Asphyxiesymptome auf, kann der Kopf übermäßig nach hinten geneigt sein und zwischen Epiglottis und Zungengrund eingeklemmt werden. Dies führt zu Druck zwischen Epiglottis und Glottis, wodurch der Atemwiderstand nachlässt und die Atemgeräusche unterbrochen werden. Ursache hierfür ist meist eine übermäßige Kopfbeugung, die ein Einführen des Katheters in die Speiseröhre zur Folge haben kann. In diesem Fall sollte der Katheter etwas zurückgezogen und die Kopfposition korrigiert werden, sobald wieder Atemgeräusche auftreten. Falls eine wiederholte blinde Intubation schwierig ist, kann die Glottis mithilfe eines Laryngoskops durch den Mund dargestellt werden. Der Katheter wird mit der rechten Hand vorgeschoben und unter Sicht in die Trachea eingeführt. Alternativ kann die Katheterspitze mit einer Pinzette fixiert werden, um den Katheter in die Glottis einzuführen. Anschließend kann der Katheter 3 bis 5 cm vorgeschoben werden. Die Vorteile der nasotrachealen Intubation sind folgende: (1) Der Nasotrachealtubus sollte nicht zu groß sein, da sonst das Risiko einer Schädigung des Kehlkopfes und des subglottischen Bereichs relativ hoch ist. Daher wird ein Tubus mit zu großem Durchmesser selten verwendet. (2) Die Reaktion der Nasenschleimhaut auf die Intubation kann beobachtet werden, um festzustellen, ob eine Reizung auftritt. (3) Die Nasenkanüle ist besser fixiert und verrutscht während der Pflege und künstlichen Beatmung weniger. (4) Die Nasenkanüle ist stark gekrümmt (kein spitzer Winkel), wodurch der Druck auf den hinteren Kehlkopfbereich und die Knorpelstrukturen reduziert wird. (5) Wache Patienten empfinden die nasale Intubation als angenehm, der Schluckvorgang ist gut und die Patienten beißen nicht auf den Tubus. (6) Bei Patienten mit eingeschränkter Mundöffnung kann die nasale Intubation angewendet werden. Die Nachteile sind folgende: (1) Durch die nasale Intubation kann eine Infektion in die unteren Atemwege gelangen; (2) Das Lumen der nasalen Intubation ist lang und hat einen kleinen Innendurchmesser, wodurch der Totraum groß ist und das Lumen leicht durch Sekrete verstopft wird, was den Atemwegswiderstand erhöht; (3) Der Eingriff im Notfall ist zeitaufwändig und nicht immer erfolgreich; (4) Bei einer engen Luftröhre ist die Intubation durch die Nasenhöhle schwierig.

Veröffentlichungsdatum: 04.01.2025
